Kategorie: Gedankengänge

Alles in unserem Leben und im Leben anderer ist ein Prozess.

Wir werden mit Überzeugungen und Haltungen nicht geboren. Das gleiche trifft auf unsere Schlussfolgerungen zu. Alles beginnt mit einem auslösenden Moment, einem Startpunkt. Dann arbeitet es. Es arbeitet „von außen“ auf uns ein. Und es arbeitet „in uns“. Unsere Gedankengänge beginnen.

Es ist wie bei einem Brotteig. Die äußeren Umstände (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Verarbeitungsmethode,…) und die Inhaltsstoffe (Getreidesorte, Salzmenge, Gärmittel,…) beeinflussen, wie der Teig aufgeht und ob das Ergebnis am Schluss schmeckt. Doch gibt es einen großen Unterschied. Zwar gibt es die Möglichkeit, ein Brot zu einem anderen Lebensmittel weiterzuverarbeiten (Croutons, Paniermehl, Brotsuppe,…) doch wir können nicht zu einem bestimmten Punkt in der Entstehungsgeschichte des Brotes zurückgehen und den Teig rückwirkend „überarbeiten“, um zum Schluss ein anderes Ergebnis zu erhalten, mit dem wir vielleicht zufriedener sind, als mit dem ursprünglichen Brot.

Bei unseren Gedanken ist das etwas anderes. Wir können jederzeit an jeden beliebigen Punkt unserer Gedankengänge zurückkehren und andere Wegvarianten auswählen. Oder uns dagegen entscheiden und an der Weggabelung bestimmen, dass wir ursprünglich die für uns stimmigste Wahl trafen und die Wahl nachwievor am stimmigsten ist.

Es ist wichtiger, die Wahl zu treffen, die wir als die richtige erkennen, als uns darum Gedanken zu machen, ob und wenn ja, wem das Produkt am Ende des Gärungsprozesses schmeckt. Sei es nun das physische Lebensmittel Brot oder das geistig-seelische Gedankenbrot, das wir „erarbeiten“. Legen wir unsere Gedankengänge offen, so kann es sein, dass andere sich davon inspirieren lassen und die eine oder andere Zutat für das eigene Gedankenbrot übernehmen. Oder auch, dass kritische Stimmen sich zu Wort melden, weil ihnen das entstandene Brot nicht schmeckt und/ oder sie andere Wege gegangen sind und diese als Alternative vorschlagen. Und da sind wir beim zweiten Unterschied zum physischen Lebensmittel Brot. Dieses hat im Werdegang einen definitiven Endpunkt.

Das Brot ist unumstößlich fertig und so muss es auch sein. Gedankengänge jedoch haben einen relativen Endpunkt.

Es liegt in unserem eigenen Ermessen, ob wir ihn als angemessen erachten. Oder ob wir entscheiden darüber hinaus zu gehen, gegebenenfalls auch ein Stück zurück zu gehen und eine andere Abzweigung zu testen. Andere können hierzu ihre Meinung äußern, doch die Entscheidung darüber liegt bei jedem Einzelnen von uns. Denn wir selbst stehen für die von uns gegangenen oder nicht-gegangenen Wege in der Verantwortung. In diesem Sinne lege ich meine Gedankengänge zu bestimmten Themen hier offen. Wem das Endprodukt nicht schmeckt, der möge mir aufzeigen an welchem Punkt er eine andere gedankliche Wegrichtung nimmt und vor allem warum. Ich freue mich auf einen regen Austausch.

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